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Steuertipps und Eilnachrichten

Registrierkassen-Anwender: Die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)

Ab 01.01.2020 müssen elektronische Aufzeichnungssysteme wirksamer vor manipulierenden Eingriffen geschützt werden:

Die wichtigsten Inhalte sind:

  • Verpflichtender Einsatz einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung, bestehend aus

–– einem Sicherheitsmodul,

–– einem nichtflüchtigen Speichermedium und

–– einer einheitlichen digitalen Schnittstelle (§ 146a Abs. 1 AO).

  • Belegausgabepflicht bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme und Möglichkeiten der Befreiung von dieser Verpflichtung (§ 146a Abs. 2 AO),
  • Meldepflicht für elektronische Aufzeichnungssysteme an die Finanzverwaltung (§ 146a Abs. 4 AO),

Hinweis:

Die Neuregelungen des Gesetzes im Hinblick auf Zertifizierungs- und Prüfungspflichten gelten selbstverständlich nur für elektronische Registrierkassen.

Die Kassensicherungsverordnung (KassenSichV)

Für elektronische Registrierkassen präzisiert die Kassensicherungsverordnung, die am 07.07.2017 im Bundesrat beschlossen wurde, die technischen Anforderungen des § 146a AO. Damit die Kassenhersteller allerdings tätig werden können, muss nun das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die notwendigen technischen Richtlinien und Schutzprofile festlegen. Erst danach sind die Kassenhersteller in der Lage, die Anforderungen des Gesetzgebers umzusetzen und das erforderliche Zertifizierungsverfahren einzuleiten.

Anmerkung:

!! Derzeit befinden sich keine Registrierkassen oder andere elektronische Aufzeichnungssysteme auf dem Markt, die den ab 01.01.2020 geltenden Standards bereits heute entsprechen!!

Eingestellt am: 07.11.2017