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Steuertipps und Eilnachrichten

INSINKA für elektronische Registrierkassen vom Tisch !!

Das BMF hat sich mit dem nun vorliegenden Entwurf gegen die Einführung des sog. INSINKA-Verfahrens (als einzigen zugelassenen Manipulationsschutz) und für eine technologieoffene Lösung entschieden.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik soll die technischen Anforderungen an die technische Sicherheitseinrichtung bestimmen und zertifizieren.

Darüber hinaus ist keine verpflichtende Nutzung von elektronischen Registrierkassen vorgesehen. Weiterhin behalten sowohl herkömmliche Kassen also auch handschriftliche Belege ihre Gültigkeit.

Die freiwillige Anschaffung eines zertifizierten Kassensystems kann sich lediglich in weniger restriktiven Buchprüfungen positiv niederschlagen.

Die Neuregelungen sollen für Wirtschaftsjahre anzuwenden sein, die nach dem 31. Dezember 2018 beginnen.

Jeder ehrliche Kaufmann muss einen Schutz vor Manipulationen grundsätzlich befürworten, selbst wenn damit nicht alle Betrugsmöglichkeiten (Geschäfte an der Kasse vorbei) beseitigt werden können. Einzelheiten werden im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens noch diskutiert werden müssen, z. B. die Frage, was gesetzlich festgelegt werden muss und was in die technische Durchführungsverordnung ausgelagert werden darf.

Insbesondere sollte darauf geachtet werden, die derzeit zum 31. Dezember 2016 auslaufende Übergangsfrist für die Regelungen zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften noch einmal zu verlängern, um Unternehmen Rechtssicherheit zu bieten und eine weitere Umstellung innerhalb kurzer Frist zu vermeiden.

Wir halten Sie hier stets aktuell.

 

Quelle: DWS Steuern aktuell, Veröffentlichung Juni 2016

Eingestellt am: 08.06.2016