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Steuerberaterwechsel

Sie spielen mit dem Gedanken, Ihren Steuerberater zu wechseln?

In der Praxis ist ein Wechsel zu einem anderen Steuerberater dann völlig unkompliziert, wenn beim vorherigen Berater keine offenen Honorarforderungen mehr bestehen und keine feste Vertragslaufzeit geregelt wurde. Sollte dies jedoch der Fall sein, dann könnte der ehemalige Steuerberater von seinem Zurückbehaltungsrecht gebrauch machen und Unterlagen sowie elektronische Datenbestände zurückbehalten.

Der alte Steuerberater ist übrigens auch nach Beendigung seiner Tätigkeit zur Berufsverschwiegenheit verpflichtet. Verstößt er dagegen, hat das für ihn auch straf- und berufsrechtliche Konsequenzen.

Die verbreitete Meinung, daß ein Beraterwechsel nur am Jahresende sinnvoll sei, ist falsch. Wir können auch unterjährig nach Übernahme der Datenbestände nahtlos mit unserer Arbeit anschließen. Dies gilt für Buchhaltungsarbeiten genauso wie für die Erstellung der Lohnabrechnungen für Ihre Mitarbeiter.

Sonst steht einem Wechsel nichts im Wege. Wir möchten Sie allerdings noch darauf hinweisen, dass für bereits begonnene Tätigkeiten ein Honoraranspruch besteht. Somit wäre eine Fertigstellung von regelmäßigen, bereits begonnenen Leistungen aus Kostengründen empfehlenswert. Im Anschluss können Sie Ihrem Berater dann schriftlich mitteilen, dass Sie sich künftig von unserer Kanzlei in Ihren steuerlichen Angelegeheiten vertreten lassen. Selbstverständlich können auch wir diese Korrespondenz mit dem alten Steuerberater übernehmen.

Wir arbeiten ausnahmslos mit den neuesten Softwarelösungen der DATEV eG. Hier können somit die unterschiedlichsten Dateiarten in unser System eingespielt werden. Softwarelösungen von Drittanbietern (z.B. Lexware) besitzen meist auch eine eigene DATEV-Schnittstelle für Export und Import von Dateien. Gerne prüfen wir dies im Vorfeld. Fragen Sie uns einfach! 

FAQ Beraterwechsel

Hier die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Steuerberaterwechsel:

Kann ein Wechsel auch während des Jahres durchgeführt werden?

Ja. Der Wechsel kann jederzeit problemlos – auch unterjährig - erfolgen.

Kann man das Mandantschaftsverhältnis mit dem bisherigen Steuerberater ohne Einhaltung einer Frist kündigen?

Ja, solange es keinen echten, schriftlichen, Steuerberatervertrag zwischen Ihnen und dem Steuerberater gibt. Hier sind dann gegebenenfalls Kündigungsfristen zu beachten.

Habe ich denn mit meinem Steuerberater überhaupt einen Steuerberatungsvertrag?

Hat ein Steuerpflichtiger einen Steuerberater beauftragt, liegt hier ein Steuerberatungsvertrag zugrunde. Meist wird dieser jedoch gar nicht schriftlich fixiert. Der übliche Steuerberatungsvertrag besteht in Form eines Dienstvertrags. Das ist ein Vertrag, in welchem, mündlich oder schriftlich, die allumfassende steuerliche Vertretung vereinbart wird. So ein Vertrag ist jederzeit ohne Angaben von Gründen von beiden Seiten kündbar. Hier kann der Steuerberater auch nur das in Rechnung stellen, was er tatsächlich geleistet hat.
Doch immer mehr Steuerberater gehen dazu über schriftliche Steuerberatungs-verträge abzuschließen. Der Hintergrund ist die Klarheit über die vereinbarten Leistungen und natürlich auch über das Honorar.

Kann der Steuerberater das Mandantschaftsverhältnis auch kündigen?

Ja, auch der Steuerberater kann das Mandantschaftsverhältnis kündigen. Ein Steuerberater wird in erster Linie kündigen, weil der Mandant seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Doch gibt es hier eine gesetzliche Einschränkung. Der Steuerberater darf jedoch nicht zu „Unzeiten“ kündigen. Ist er also beispielsweise in den letzten Zügen der Erstellung des Jahresabschlusses und der Steuererklärungen für einen Mandanten und die Abgabefristen beim Finanzamt laufen in Kürze ab, ist die Kündigung schwer zu vertreten.

Gibt es Probleme bei der Herausgabe von Unterlagen und Daten, die sich noch beim alten Steuerberater befinden?

Für Steuerberater gibt es spezielle Berufspflichten; diese verpflichten den Steuerberater auch dazu, eine reibungslose Mandatsübergabe zu ermöglichen, das betrifft die Herausgabe der Unterlagen und die elektronische Datenübermittlung an den neuen Steuerberater.

Bringt der Steuerberaterwechsel Probleme mit dem Finanzamt?

Nein, das Finanzamt hat bei der Wahl, wer Sie in Ihren steuerlichen Angelegenheiten vertreten soll, keinen Einfluss.

Kann mich mein neuer Steuerberater beim Wechsel unterstützen?

Ja, der neue Steuerberater kann auch Hilfe leisten, damit der Wechsel reibungslos klappt. Abgesehen von den möglicherweise vereinbarten Kündigungsfristen kann er behilflich sein Daten zu transferieren. Hat der Mandant z.B. eine laufende Buchhaltung oder Lohnbuchhaltung besteht die Möglichkeit die Daten vom alten Steuerberater auf den neuen Steuerberater direkt über das DATEV-Rechenzentrum zu übertragen. Damit muss der neue Steuerberater nicht von vorne anfangen – was wiederum Zeit und Geld spart.

Gehen Haftungsansprüche bei einem Beraterwechsel verloren?

Nein, die Haftung für Beratungsfehler des bisherigen Beraters für die bisher ausgeführten Arbeiten bleibt selbstverständlich bestehen.

Gerne stehen wir Ihnen für ein unverbindliches (und kostenloses) Erstgespräch zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.